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Zum Welt-AIDS-Tag 2019 - aktuelle Sitation und Ausblick

2019-12-01|14:18 · von Redaktion

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@Depositphotos/Syda_Productions

Wir begehen dieses Jahr zum 30sten Mal den Welt-AIDS-Tag. Es es gibt gutes wie schlechtes zu berichten.

 

Das gute ist, dass die Neuinfektionen in Afrika seit Jahren im Sinken sind. Insbesonders in Südafrika sind dank Aufklärungskampagnen und einer intensiven Neuorientierung der Regierung gingen die Zahlen um 40% zurück.

 

Dramatisch ist hingegen die Situation in Osteuropa, insbesondere in Staaten wie Russland oder der Ukraine.  Grund hierfür liegt am Zustand des Gesundheitswesens, aber vorallem an der Diskriminierung und Stigmatisierung bestimmter sozialer Gruppen (z.B. Drogenabhängige, Homosexuelle etc.). So ist es Drogenabhängigen kaum möglich, saubere Spritzen zu bekommen. Und das sozial Stigma schwul/lesbisch/trans zu sein, wird viele daran hindern, sich testen zu lassen.

 

Experten schätzen, dass nur 23% aller HIV-infizierten Menschen in Osteuropa tatsächlich korrekt behandelt werden. Dass schließt die Zahl der nicht diagnostiezierten Erkrankten mit ein. Das 90-90-90-Ziel, also das Ziel, dass 90% aller erkrankten von ihrer Infizierung wissen, dass 90% der Erkrankten in ärtzlicher Betreuung sind und 90% ihre Viren erfolgreich hemmen können, erreicht in Osteuropa kein Staat. Die UNAIDS meldet hier eine aktuelle Zahl mit 76-46-78.

 

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2019-12-01|14:19 · von Redaktion

Damit ist das internationale Ziel, die Pandemie bis 2030 zu beenden in weite Ferne gerückt. Dabei gibt es inzwischen ausreichend Möglichkeiten, eine sexuelle Ansteckung prophylaktisch zu verhindern, bzw. kann HIV, wenn der Patient unter der Nachweisgrenze ist, nicht mehr weitergegeben werden. Für Menschen mit einer Drogenproblematik ist bekannt, dass es dort, wo es Methadon-Substitution und Zugang zu sauberen Spritzen gibt, keine Neuinfektionen gibt. Es gibt auch Zeichen wie es besser laufen kann. China, dass eine ähnlich prohibitve Politik gegenüber drogenabhänigen Menschen (und LGBTQ+ Menschen) hat wie Russland, hat, um Neuinfektionen mit HIV zu minimieren, im ganzen Land Substitutionsklinken eingerichtet. Damit ist China bisher erfolgreich. Es ist also eine politische Entscheidung, die hier in den schwer betroffenen Ländern eine Änderung herbeiführen kann. 

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